Selbstbewusste Kommunikation: So gelingt es dir!

06.03.2025

Selbstbewusste Kommunikation, was bringt sie mir?

Selbstbewusste Kommunikation ist der Schlüssel zu erfolgreichen Beziehungen, sei es im beruflichen oder privaten Umfeld. Wer sich klar ausdrückt, seine Bedürfnisse formulieren kann und gleichzeitig empathisch bleibt, wird gehört und respektiert. Hört sich eigentlich ganz einfach an oder?

Doch oft stehen Unsicherheiten, Angst vor Konflikten oder mangelnde Kommunikationsfähigkeiten im Weg. Hier setzt die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg an.

Was ist Gewaltfreie Kommunikation (GFK)?

Die Gewaltfreie Kommunikation ist ein Modell, das darauf abzielt, klare und respektvolle Gespräche zu führen. Sie basiert auf vier Schritten:

  1. Beobachtung: Was ist tatsächlich passiert? Ohne Bewertung oder Interpretation.

  2. Gefühl: Welche Emotionen löst die Situation in dir aus?

  3. Bedürfnis: Welches unerfüllte Bedürfnis steckt hinter deinem Gefühl?

  4. Bitte: Was kannst du konkret tun oder von anderen erbitten, um das Bedürfnis zu erfüllen?

Durch diese Struktur können Gespräche respektvoll, klar und zielführend geführt werden.

Tipps für selbstbewusste Kommunikation im Alltag

  1. Ich-Botschaften nutzen: Statt "Du bist immer so unzuverlässig!" lieber "Ich fühle mich enttäuscht, weil mir Verlässlichkeit wichtig ist."

  2. Aktiv zuhören: Wiederhole das Gehörte in eigenen Worten, um Missverständnisse zu vermeiden.

  3. Pausen zulassen: Überlege in schwierigen Gesprächen bewusst, bevor du antwortest.

  4. Körpersprache beachten: Ein offener Blick, aufrechte Haltung und ruhige Stimme stärken deine Wirkung.

  5. Konstruktiv Kritik äußern: Sage klar, was du dir wünschst, anstatt nur zu kritisieren.

Hier mal eine Beispielsituation, die wir bestimmt alle kennen: 

Du lebst mit deiner Partnerin oder deinem Partner zusammen und bemerkst, dass sie oder er oft das Geschirr in der Spüle stehen lässt, anstatt es direkt abzuwaschen. Das stört dich, weil du gerne eine ordentliche Küche hast. Anstatt genervt zu reagieren und Vorwürfe zu machen, probier es das nächste Mal doch mit der GFK:

Beobachtung: "Ich sehe, dass das Geschirr oft in der Spüle bleibt, anstatt direkt gespült zu werden." 

Gefühl: "Das macht mich unruhig, weil ich gerne eine aufgeräumte Küche habe." 

Bedürfnis: "Mir ist Sauberkeit und eine gemeinsame Verantwortung im Haushalt wichtig." 

Bitte: "Könntest du das Geschirr bitte direkt nach dem Essen abspülen oder wir überlegen uns gemeinsam eine Lösung?"

Auf diese Weise bleibt die Kommunikation wertschätzend und fördert eine gemeinsame Lösung. Das funktioniert wirklich! Ich selbst wende die GFK regelmäßig bei Konflikten mit meinem Sohn an und auch bei Kinder zeigt die GFK ihre Wirkung.

Fazit

Selbstbewusste Kommunikation ist lernbar und mit der Gewaltfreien Kommunikation hast du ein effektives Werkzeug an der Hand. Übe die vier Schritte regelmäßig, um deine Gespräche klarer, respektvoller und erfolgreicher zu gestalten. So stärkst du nicht nur deine Kommunikationsfähigkeiten, sondern auch dein Selbstbewusstsein.

Noch Fragen zum Thema GFK? Dann kontaktiere mich einfach!